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Les\Manifestes du Surrealisme

by André Breton

„Die Maniteste des Surrealismus” sind die grundlegenden theoretischen Schriften des Surrealismus, jener bedeutenden historischen Avantgarde unseres Jahrhunderts, als deren Initiator und Organisator, vor allem aber auch Theoretiker, Lyriker und Romancier André Breton zu gelten hat (neben Aragon, Desnos, Eluard, Soupault). Bretons „Manifeste“ begründen die surrealistische Bewegung als einen Protest gegen die arbeitsteilig-zweckrationale Sonderung des bürgerlichen Alltags. „Dialektischer gefaßt aber heißt das: Hier wurde der Bereich der Dichtung von innen gesprengt, indem ein Kreis von engverbundenen Menschen ‚dichterisches Leben‘ bis an die äußersten Grenzen des Möglichen trieb.“ So formulierte Walter Benjamin die Intention des Surrealismus, Schluß zu machen mit der Autonomie der bürgerlichen Kunst, ihrer Trennung von der Lebenspraxis, was seinerzeit ein revolutionär-utopisches Moment enthielt: Infragestellung der Autonomie des schöpferischen Subjekts durch die kollektive Praxis der „écriture automatique“, des automatischen Schreibens, die zugleich den Primat des Bewußtseins zurückweist, Infragestellung aber auch der individuellen Form der Rezeption. Denn den Gegensatz zwischen Produktion und Rezeption aufzuheben liegt in der Logik der Bretonschen Forderung beschlossen, daß es gelte, „die Poesie zu praktizieren”. André Breton: 1896 in Tinchebray/Normandie geboren; publizierte 1924 das erste „Manifeste du Surréalisme“; gründete wichtige Zeitschriften, u. a.: „Littérature“ (1919 mit Soupault und Aragon), „La Révolution Surréaliste“ (1924 mit Péret, Eluard und Aragon), „VVV“ (1942 mit Duchamp und Max Ernst); veranstaltete in Paris 1938 und 1947 die großen Surrealistenausstellungen; starb 1966 in Paris.

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